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TÄGLICHE SPEISE - WOCHE 3 - IN BETANIEN SIN DIEJENIGEN, DIE JESUS LIEBEN

Reihe: Wort, Leben und Aufbau – Teil 2 


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MONTAG

Bibellektüre:

Joh. 11,43-46; Eph. 4,8. 11


Mit Gebet lesen:

„Und der Verstorbene kam heraus, an Füßen und Händen mit Grabtüchern umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch umbunden. Jesus spricht zu ihnen: Macht ihn frei und lasst ihn gehen” (Joh. 11,44).


FREIMACHEN UND GEHEN LASSEN


Die Botschaft dieser Woche, mit dem Titel „In Betanien sind diejenigen, die Jesus lieben“, basiert auf den Abschnitten aus den Kapiteln 11 (V. 17-46) und 12 (V. 1-11) des Johannesevangeliums und handelt von Betanien. Dort befand sich das gemütliche Heim derer, die trotz Bedrängnis Jesus liebten und von Ihm geliebt wurden, was die einladende Atmosphäre des gesunden Gemeindelebens repräsentiert.

Gott tut nichts aus bloßer Propaganda, um etwas Bombastisches, aber Sinnloses hervorzubringen. In allem, was Er tut, liegt eine Absicht, die darauf abzielt, Seinen Willen zu erfüllen. Jesus vollbrachte ein großes Wunder, etwas, das noch niemand zuvor getan hatte: Er erweckte Lazarus, der seit vier Tagen begraben war. Der Herr rief ihn aus seinem Grab (Joh. 11,43), und „der Verstorbene kam heraus, an Füßen und Händen mit Grabtüchern umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch umbunden. Jesus spricht zu ihnen: Macht ihn frei und lasst ihn gehen“ (V. 44).

Der Herr kam im 10. Kapitel des Johannesevangeliums, um Seine Schafe zu rufen, damit sie Seine Gemeinde bilden. Diese Berufenen sind weder gut, gerecht noch sind es Gesunde, die keinen Arzt brauchen; Er rief Menschen wie den Gelähmten, der achtunddreißig Jahre lang in diesem Zustand war, den Blindgeborenen und auch Lazarus, der vier Tage tot und begraben war. Jesus heilte den Gelähmten, und dieser konnte wieder gehen. Er heilte den Blinden, und dieser konnte wieder sehen. Er erweckte den Toten, der bereits in Verwesung war, durch die Macht Seines Wortes. Wunder geschahen im Leben der Menschen, die Jesus rief, um Teil der Gemeinde zu sein. Dies ist eine Ermutigung für uns, besonders für die Leiter in den Gemeinden: Wir müssen sensibel für das Wirken des Geistes im Leben der Geschwister sein.

Es kann sein, dass es in unserer Mitte junge Leute gibt, die früher geistlich gelähmt, weit weg vom Herrn und nicht kooperativ wirkten, die aber der Herr geheilt hat. Es kann auch sein, dass es die „Blindgeborenen“ gibt, die zwar Augen und Zugang zum Wort haben, es aber nicht sehen können. Doch eines Tages kam der Herr zu ihnen und schickte sie zum Teich Siloah, wo sie sich wuschen und anfingen, zu sehen. Vielleicht gibt es sogar diejenigen, die „tot“ waren, in einem Zustand, der für das Werk, den Herrn und die Gemeinde unbrauchbar war. Tote können in der Gemeinde nichts tun, aber eines Tages kam der Herr durch das Wort zu jedem von ihnen und sagte: „Komm heraus aus dem Grab!“. Sie wurden auferweckt und kamen heraus!

In solchen Situationen ist der Eingriff der leitenden Brüder notwendig. Diese Menschen, die früher gelähmt, blind oder sogar tot waren, haben ein Wunder des Herrn in ihrem Leben erfahren. Jetzt ist es an der Zeit, dass wir die Sensibilität haben, ihnen die Grabtücher abzunehmen, damit sie in der Gemeinde nicht unbeweglich bleiben. Geliebte, wenn der Geist das Werk getan hat, lasst uns mit Ihm kooperieren, indem wir die Grabtücher abnehmen. Diese Menschen gehen jetzt, sehen und leben, weil der Herr in ihnen gewirkt hat. Es ist an der Zeit, ihre Grabtücher zu entfernen, sie in den Aufbau der Gemeinde und in das Werk des Herrn einzubeziehen.

Wir dürfen nicht langsam sein. Leitende Brüder, beobachtet die Geschwister, die mit euch dienen. Der Herr hat in ihnen gewirkt. Nehmen wir ihnen die Grabtücher ab, damit sie nützlich werden. In Seinem Tod am Kreuz stieg Jesus in die unteren Teile der Erde hinab, befreite die Gefangenen und gab den Menschen Gaben (Eph. 4,8). Der Herr will diese auferweckten Gefangenen in der Gemeinde nutzen, wie die geschickten Menschen, die in diesem Vers beschrieben werden: „Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen“ (Eph. 2,10). „Gebilde“ ist im Griechischen poiema, was „etwas, das gemacht, hergestellt, produziert wurde“ bedeutet. Wir sind Gottes Werk. Er hat in uns gearbeitet, uns von Lähmung, Blindheit und Tod gerettet und uns aus der Gefangenschaft befreit, damit wir in der Gemeinde nützlich sein können.

Wir wurden in Christus Jesus zu guten Werken geschaffen. Bei diesen guten Werken handelt es sich nicht um humanitäre, wie, zum Beispiel, alten oder armen Menschen zu helfen, sondern um Werke, die dem Aufbau der Stiftshütte dienen. Im Alten Testament brauchte Gott geschickte und begabte Männer für handwerkliche Arbeiten an Holz, Stoffen, Steinen und Metallen. In Seinem Werk braucht Gott solche talentierten Menschen, deshalb rettet Er sie aus Lähmung, Blindheit und sogar aus dem Tod, um sie als Gaben zu senden, die die Heiligen für das Werk des Dienstes ausbilden, perfektionieren.

Gott selbst gab die einen als Apostel, andere als Propheten, andere als Evangelisten und andere als Hirten und Lehrer (Eph. 4,11). Er bereitete diese Menschen zur Ausbildung der Heiligen für das Werk Seines Dienstes vor, nämlich den Aufbau des Leibes Christi. Wir sind hier, um das Werk des Dienstes zu tun, das der Aufbau des Leibes Christi ist. Daher müssen wir einerseits ausgebildet werden, um aufzubauen; andererseits müssen wir für diesen Aufbau weitere Materialien suchen, die Menschen sind, denen wir das Evangelium predigen: „Und der Verstorbene kam heraus, an Füßen und Händen mit Grabtüchern umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch umbunden. Jesus spricht zu ihnen: Macht ihn frei und lasst ihn gehen“ (Joh. 11,44). Jesus befahl, die Toten freizumachen, damit sie ausgebildet und begabt im Aufbau der Gemeinde werden.

Und Johannes fuhr fort: „Viele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was er getan hatte, glaubten an ihn“ (Joh. 11,45). Aber wir bemerken, dass auch diejenigen dort waren, die Jesus den Pharisäern meldeten (V. 46). Dies zeigt uns, dass Jesus eine Trennung machen wollte zwischen denen, die glaubten, und denen, die Ihn den Pharisäern melden wollten. Wir gehören zu denen, die den Herrn lieben und an Ihn glauben.


Schreibe den Satz auf, der dein Herz am meisten berührt hat.

Markiere die Schlüsselpunkte dieses Satzes.

Bete entsprechend dem markierten Text.


 

DIENSTAG

Bibellektüre:

Joh. 14,16-17; 20,19-22; Röm. 8,11


Mit Gebet lesen:

„Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, wenn wirklich Gottes Geist in euch wohnt. Wenn aber jemand Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein” (Röm. 8,9).


DER DREIEINE GOTT WOHNT IN UNS


Während die Gläubigen in Betanien sich über die Auferstehung von Lazarus freuten, suchten die Gegner Jesu in Jerusalem nach Wegen, Ihn zu besiegen: „Da versammelten die Hohen Priester und die Pharisäer den Hohen Rat und sprachen: Was tun wir? Denn dieser Mensch tut viele Zeichen. Wenn wir ihn so lassen, werden alle an ihn glauben, und die Römer werden kommen und unsere Stadt wie auch unsere Nation wegnehmen“ (Joh. 11,47-48). Die führenden Juden widersetzten sich Jesus, weil sie sich mehr um ihre eigenen Interessen als um Gottes Interessen kümmerten. Wenn sie sich wirklich um Gottes Anliegen gesorgt hätten, hätten sie, als sie Jesus Zeichen wirken sahen, geprüft, ob Er tatsächlich der Gesandte Gottes, der Christus, war, der die ganze Nation retten würde.

Hätten die führenden Juden den Herrn Jesus als den Christus angenommen, wären alle durch Ihn gerettet worden, aber sie waren besorgter um ihre Stellungen in der Politik, der Führung, den Privilegien und der Macht. Das Römische Reich, das sie zu jener Zeit beherrschte, erlaubte den führenden Juden, Judäa im Interesse Roms zu regieren. Solange sie die Ordnung unter den Juden aufrechterhielten, waren ihre Führungspositionen im Römischen Reich gesichert. Dies war die eigentliche Sorge der Hohen Priester und Pharisäer.

Leider gab es in der gesamten Kirchengeschichte viele, die mehr ihre eigenen Interessen, den Erhalt von Privilegien und Macht suchten. Dies geschah in der Regierung Judäas und geschieht auch in der Regierung von Gottes Volk in der Gemeinde. Einige Leiter haben sich an eine Machtstruktur gewöhnt, in der sie gehört werden und Aufmerksamkeit und Ehre erhalten. So werden sie leicht zu Arbeitern, die aus Eigeninteresse arbeiten, und nicht für die Interessen des Herrn. Deshalb müssen wir unser Herz immer rein halten. Wir sind nicht hier, um Privilegien, eigenen Ruhm, Berühmtheit, Popularität oder Macht zu suchen. Möge der Herr uns regieren, und Seinen Willen durch Seine Gemeinde erfüllen!

Unzufrieden riefen die führenden Juden den Hohen Rat zusammen, um darüber zu diskutieren, was mit Jesus geschehen sollte, da sie Ihn nicht kontrollieren konnten, und viele Menschen an Ihn glaubten. Sie fürchteten, ihre Vormachtstellung über das Volk zu verlieren, weil Jesus viele Zeichen wirkte, und das jüngste war die Auferweckung von Lazarus. Wer kann jemanden auferwecken, der seit vier Tagen begraben war? Wenn Jesus weitere Wunder vollbrachte, würden alle an Ihn glauben! Diese Anführer, erschrocken über das Risiko, machten sich nicht die geringste Mühe zu überprüfen, ob Jesus, der so viele Zeichen tat, tatsächlich der Messias, der Gesandte Gottes war. Für die jüdische Nation war nichts wichtiger als der Messias, dennoch lehnten die Anführer Ihn ab.

Doch wir können in diesem Abschnitt das Eingreifen Gottes erkennen: „Einer aber von ihnen, Kaiphas, der jenes Jahr Hoher Priester war, sprach zu ihnen: Ihr wisst nichts und überlegt auch nicht, dass es euch nützlich ist, dass ein Mensch für das Volk stirbt und nicht die ganze Nation umkommt. Dies aber sagte er nicht aus sich selbst, sondern da er jenes Jahr Hoher Priester war, weissagte er, dass Jesus für die Nation sterben sollte; und nicht für die Nation allein, sondern dass er auch die zerstreuten Kinder Gottes in eins versammelte“ (Joh. 11,49-52). Wie wunderbar! Gott ist wahrhaftig allgegenwärtig, allmächtig und allwissend, fähig zu allen Dingen. Dieser Hohe Priester weissagte unbewusst, denn die Weissagung kam von Gott. Jesus musste wirklich für das Volk sterben, um es zu erlösen, um dann durch die Auferstehung in die Jünger als der Geist, der andere Beistand, hineinzukommen (Joh. 14,16-17).

Der andere Beistand ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie Ihn nicht sieht und nicht kennt. Aber der Herr Jesus sagte, dass Seine Jünger Ihn kannten, weil Er bei ihnen wohnte. Nach Seinem Tod und Seiner Auferstehung würde Jesus selbst als der Geist der Wahrheit in ihnen wohnen. Dies geschah kurz nach der Auferstehung Jesu, als Er Seine Jünger besuchte (Joh. 20,19). Aus Angst vor den Juden waren sie in einem Raum eingeschlossen, und plötzlich war Jesus in ihrer Mitte. Er brauchte keine Türen oder Wände zu durchqueren, denn Er war in einem Auferstehungskörper, der den Gesetzen der Physik nicht unterstellt ist.

Er erschien in ihrer Mitte und sagte: „Friede euch!“; und zeigte ihnen die Hände und die Seite (Joh. 20,19-20). Wie geheimnisvoll ist der Auferstehungskörper: Er besteht nicht aus Materie, kann aber berührt werden. Und Jesus fuhr fort: „Friede euch! Wie der Vater mich ausgesandt hat, sende ich auch euch. Und als er dies gesagt hatte, hauchte er sie an und spricht zu ihnen: Empfangt Heiligen Geist“ (V. 21-22). Er wurde zum eigenen Geist der Wahrheit, der in die Jünger eingehaucht wurde. Daher war es notwendig, dass Er starb, damit Er in der Auferstehung zum Geist werden konnte, der in uns eintreten kann. Christus kann heute in uns wohnen!

Vor vielen Jahren sprach ich mit einem berühmten Bibellehrer. Er glaubte, dass Christus heute im Himmel beim Vater ist, und dass derjenige, der in uns wohnt, der Heilige Geist ist, aber nur als Vertreter Gottes. Ich fragte ihn, ob er glaubt, dass Christus tatsächlich in ihm wohnt, nicht nur durch einen Vertreter. Er antwortete mit nein.

Ich zeigte ihm dann diesen Vers: „Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, wenn wirklich Gottes Geist in euch wohnt. Wenn aber jemand Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein“ (Röm. 8,9). Derjenige, der in uns wohnt, ist der Geist Gottes selbst! Und auch der Geist Christi. Haben wir also den Geist Gottes oder den Geist Christi in uns? Der dreieine Gott wohnt in uns! Wir müssen genau dem glauben, was hier geschrieben steht, auf die Weise, wie es geschrieben steht: „Ist aber Christus in euch, so ist der Leib zwar tot der Sünde wegen, der Geist aber Leben der Gerechtigkeit wegen“ (Röm. 8,10). Wer in uns ist, ist Christus selbst. Nicht nur ein Vertreter Gottes, sondern der Herr Jesus selbst.

Der gleiche Geist, der die überragende Größe der Kraft Gottes ausgeübt hat, indem Er Jesus von den Toten auferweckte, wohnt in uns (Röm. 8,11). Lieber Leser, in dir fehlt keine Kraft, du musst sie nur aktivieren. Dafür brauchst du das prophetische Wort. Jesus muss sprechen. Wenn Jesus nicht sagt: „Lazarus, komm heraus!“, passiert nichts. Aber Gott sei Dank hat Jesus all diese Jahre zu uns gesprochen. Wenn wir an dieses Wort glauben, aktivieren wir Seine Kraft durch den Geist, der in uns wohnt. Auf diese Weise sehen wir in uns das gleiche Wirken, das der Geist in Jesus bewirkt hat.


Schreibe den Satz auf, der dein Herz am meisten berührt hat.

Markiere die Schlüsselpunkte dieses Satzes.

Bete entsprechend dem markierten Text.


 

MITTWOCH

Bibellektüre:

Joh. 11,53-54; 12,1-2; Apg. 2,1-4


Mit Gebet lesen:

„Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi” (Eph. 4,11-12).


DIE MATERIALIEN UND DIE ERBAUER DES LEIBES CHRISTI


Nach Seiner Auferstehung fing Jesus an, in den Jüngern als der Geist der Wahrheit zu wohnen. Durch das Wirken des Geistes am Pfingsttag wurden alle Anwesenden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu sprechen, den Sprachen der Nationen, aus denen die Juden stammten, die weit entfernt wohnten und zur Feier nach Jerusalem gekommen waren (Apg. 2,1-4). Nach dem Tod und der Auferstehung des Herrn wurden die 120 Nachfolger Jesu, die in jenem Raum waren, vom Heiligen Geist getauft, um Glieder des Leibes Christi zu werden. Und am Pfingsttag entstand die Gemeinde, damit ihre Glieder heute zum Aufbau des Leibes Christi ausgebildet, perfektioniert werden.

Wir wissen, dass der Herr den Menschen Gaben gegeben hat, um die Heiligen auszubilden, für das Werk des Dienstes und für den Aufbau des Leibes Christi (Eph. 4,11-12). Daher war Lazarus‘ Auferweckung keine bloße Machtdemonstration, sondern hatte das Ziel, Menschen zu gewinnen, das heißt, Erbauer und Materialien für den Aufbau hervorzubringen. Wer die Auferstehung erlebt hat, wird berufen, einer der Erbauer zu sein und auch hinauszugehen, um Material für den Aufbau zu suchen. So werden diejenigen, die an Jesus glauben, in die Gemeinde gebracht.

Obwohl Lazarus‘ Auferstehung die Bekehrung vieler bewirkte, störte dies die führenden Juden (Joh. 11,53-54), „Es war aber nahe das Passah der Juden, und viele gingen aus dem Land hinauf nach Jerusalem vor dem Passah, um sich zu reinigen“ (V. 55). Die Juden gingen früher zur Feier, um die Reinigungsrituale für ihr Körper durchzuführen: „Sie suchten nun Jesus und sprachen, als sie im Tempel standen, untereinander: Was meint ihr? Wird er nicht zu dem Fest kommen? Es hatten aber die Hohen Priester und die Pharisäer Befehl gegeben, wenn jemand wisse, wo er sei, dass er es anzeigen solle, damit sie ihn griffen“ (V. 56-57). Der Hohe Rat beschloss, Jesus zu verhaften und Ihn zu töten, wenn Er erscheinen würde. Das würde das letzte Passah Jesu sein, bei dem das wahre Passahlamm Jesus selbst als Opfergabe für Gott dargebracht würde.

Sechs Tage vor dem Passah kehrte Jesus nach Betanien zurück, wo Lazarus auferweckt worden war (Joh. 12,1). Betanien war, wie wir bereits gesehen haben, ein Dorf in den Vororten, am Fuß des Ölbergs, etwa drei Kilometer von Jerusalem entfernt. Dort, wo Jesus Lazarus auferweckte, gab es ein Haus, eine Familie, die den Herrn liebte. Die sechs Tage, die Er dort verbrachte, waren die letzten, die Ihm bis zu Seinem Tod blieben.

Einerseits erlitt Jesus die ganze Feindseligkeit der führenden Juden, die Ihn eigentlich hätten aufnehmen sollen. Andererseits fand Er in Betanien ein äußerst gastfreundliches Umfeld, ein wahres Beispiel für das Gemeindeleben. Wir befinden uns in einem Umfeld, das Jesus gegenüber sehr empfänglich ist, und deshalb spüren wir Seine Gegenwart. Wir loben, singen, feiern, und nichts davon ist vorgemacht, sondern entspringt der Freude, die aus unserem Inneren kommt. Wir spüren die Gegenwart des Herrn in der Gemeinde, weil Er froh ist und sich wohlfühlt, in Seinem Haus zu sein. Hier hat Er diejenigen, die Ihn aufnehmen, die Ihn lieben. Er hat uns gerettet, uns geheilt und uns die Sünden vergeben, deshalb sind wir hier.

Wir sehen, dass in dem Haus, in dem Jesus war, Ihm ein Abendessen bereitet wurde (Joh. 12,2). Aus dem Bericht von Markus wissen wir, wessen Haus es war: „Und als er in Betanien war, in dem Hause Simons des Aussätzigen, kam, während er zu Tisch lag, eine Frau, die ein Alabasterfläschchen mit Salböl von echter, kostbarer Narde hatte; sie zerbrach das Fläschchen und goss es aus auf sein Haupt“ (Mk. 14,3). Der Herr ruft Gelähmte, Blinde, Lahme, Arme, Elende und Aussätzige, um Ihm zu folgen. Das sind die Glieder der Gemeinde. Jesus kam tatsächlich, um die Sünder zu retten. Er kam, um uns zu retten.


Schreibe den Satz auf, der dein Herz am meisten berührt hat.

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DONNERSTAG

Bibellektüre:

Mt. 20,1-2; Mk. 14,3; Joh. 12,5


Mit Gebet lesen:

„Da nahm Maria ein Pfund Salböl von echter, sehr kostbarer Narde und salbte die Füße Jesu und trocknete seine Füße mit ihren Haaren. Das Haus aber wurde von dem Geruch des Salböls erfüllt” (Joh. 12,3).


MARIAS TAT


Während der Zeit, die Jesus in Betanien verbrachte, wurde Er im Haus von Simon, dem Aussätzigen, empfangen, wo Ihm ein Festmahl bereitet wurde (Mk. 14,3). Dort waren auch Lazarus, der Auferstandene, Marta, die Ihm diente, und Maria: „Da nahm Maria ein Pfund Salböl von echter, sehr kostbarer Narde und salbte die Füße Jesu und trocknete seine Füße mit ihren Haaren. Das Haus aber wurde von dem Geruch des Salböls erfüllt“ (Joh. 12,3). 

Diese Handlung von Maria überrascht uns sehr. Sie goss ein Pfund kostbaren Salböls aus. Ein Pfund wog etwa 340 Gramm und sein Preis betrug 300 Denare (Joh. 12,5). Der Denar war eine römische Silbermünze, die einem Tageslohn entsprach. In Matthäus war dies der Lohn, der den Arbeitern der letzten Stunde angeboten wurde: „Denn mit dem Reich der Himmel ist es wie mit einem Hausherrn, der ganz frühmorgens hinausging, um Arbeiter in seinen Weinberg einzustellen. Nachdem er aber mit den Arbeitern um einen Denar den Tag übereingekommen war, sandte er sie in seinen Weinberg“ (Mt. 20,1-2). Da die ersten Arbeiter die Aufgabe nicht beenden konnten, rief der Herr des Weinbergs in der letzten Stunde noch mehr Arbeiter.

So hat es Gott mit uns gemacht: Er versprach uns den Lohn eines Denars und rief uns, um in dieser letzten Stunde zu arbeiten, um alles zu vollenden, was noch zu tun ist. Wir müssen fleißig arbeiten und den Herrn zurückbringen. Es bleibt wenig Zeit bis zum Ende des Tages, deshalb lasst uns den Willen Gottes tun. Auf diese Weise wird das Reich Gottes auf die Erde gebracht werden, und dies ist unsere Verantwortung, denn wir sind die Arbeiter der letzten Stunde.

Die 300 Denare, die als Wert von Marias Salböl genannt wurden, entsprechen dem Lohn von 300 Arbeitstagen, fast einem Jahr. Stell dir dein monatliches Gehalt multipliziert mit zwölf vor, einschließlich des 13. Gehalts. Das war der Wert des Salböls, ein sehr hoher Preis, aber für Maria war der Herr viel mehr wert. Sie zerbrach dann das für einen besonderen Moment aufbewahrte Gefäß, verschwendete einen Jahreslohn und goss ihr Salböl aus, um die Füße des Herrn Jesus zu salben, und trocknete sie mit ihren eigenen Haaren.

Zu jener Zeit war es üblich, den Gästen vor einem Festmahl Wasser zum Waschen der Füße anzubieten. Damals trug man Sandalen, und da es keine gepflasterten Straßen und Gehwege gab, wurden die Füße von Staub, Erde und Schlamm schmutzig. Deshalb wurde vor einem Festmahl Wasser und ein Diener bereitgestellt, um die Füße der Gäste zu waschen, denn es war unangenehm, mit schmutzigen Füßen zu essen. Beim Betreten des Hauses von Simon erhielt Jesus kein Wasser zum Waschen der Füße, aber diese Frau, Maria, zerbrach ein Gefäß Salböl im Wert von 300 Denaren und wusch die Füße des Herrn. Sie salbte die Füße Jesu und trocknete sie mit ihren eigenen Haaren. Frauen schätzen ihre Haare sehr, sodass Marias Tat in diesem Moment symbolisierte, dass sie ihre Ehre für den Herrn vergoss.

Was ist Ehre? Es ist die Spitze, der höchste Punkt von jemandem. Maria erniedrigte sich, demütigte sich und legte ihr glorreichstes und erhabenstes Teil auf den niedrigsten, den unreinsten Teil eines Menschen: die Füße. Die Füße sind Glieder, die dem Schmutz ausgesetzt sind, aber sie gab das Beste von sich, ihre Ehre und Würde, indem sie ihre Haare benutzte, um Jesu Füße zu trocknen. Diese Tat von Maria war ein höchster Ausdruck ihrer Liebe zum Herrn Jesus. Er erwartet, dass wir, Sünder, Lahme, Blinde oder sogar Tote, die durch Sein Leben gerettet wurden, Ihn über alles lieben.


Schreibe den Satz auf, der dein Herz am meisten berührt hat.

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FREITAG

Bibellektüre:

5. Mose 6,3-9; Mk. 14,8-9; Joh. 12,4-6


Mit Gebet lesen:

„Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen in deinem Herzen sein. Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen, und du sollst davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich hinlegst und wenn du aufstehst. Und du sollst sie als Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen als Merkzeichen zwischen deinen Augen sein, und du sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben” (5. Mose 6,6-9).


DAS WORT IM HERZEN EINPRÄGEN, UM DEN HERRN ZU LIEBEN


Täglich haben wir es mit Autoritäten zu tun, wie Chefs und Vorgesetzten, aber unser wahrer Herr ist nur einer: „Höre nun, Israel, und achte darauf, sie zu tun, damit es dir gut geht und ihr sehr zahlreich werdet – wie der HERR, der Gott deiner Väter, zu dir geredet hat – in einem Land, das von Milch und Honig überfließt! Höre, Israel: Der HERR ist unser Gott, der HERR allein“ (5. Mose 6,3-4). Wir sollen den Herrn über alles lieben, mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft, und Ihm unser Bestes geben (V. 5). Die Atmosphäre, die der Herr sich für die Gemeinde wünscht, ist diese: eine Atmosphäre der Liebe. Liebst du den Herrn mit dieser Intensität? Wir müssen Ihn mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft lieben.

Auch wenn wir nicht die Kraft haben, Ihn mit der geeigneten Leidenschaft zu lieben, zeigt uns das 6. Kapitel von 5. Mose, wie dies Wirklichkeit werden kann: „Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen in deinem Herzen sein. Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen, und du sollst davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich hinlegst und wenn du aufstehst. Und du sollst sie als Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen als Merkzeichen zwischen deinen Augen sein, und du sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben“ (V. 6-9). Wenn wir zulassen, dass das Wort Christi in unser Herz eingeprägt wird, wird die darin eingravierte Liebe Gottes unsere Wirklichkeit, und dann werden wir den Herrn mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft lieben.

Die Wichtigkeit des Eintauchens liegt im Einprägen und Gravieren des Wortes in uns, denn es bringt in uns die Wirklichkeit der Liebe zum Herrn hervor. Durch das Eintauchen ins Wort und das Reden darüber untereinander wird es nach und nach unsere Wirklichkeit, und wir beginnen, den Herrn wirklich und wahrhaftig zu lieben.

Deshalb lesen wir im Markusevangelium, was Jesus über Maria sagte: „Sie hat getan, was sie konnte; sie hat im Voraus meinen Leib zum Begräbnis gesalbt. Aber wahrlich, ich sage euch: Wo das Evangelium gepredigt werden wird in der ganzen Welt, wird auch von dem, was sie getan hat, geredet werden zu ihrem Gedächtnis“ (Mk. 14,8-9). Jesus befahl, dass beim Predigen des Evangeliums auch diese Geschichte erzählt werden sollte. Das bedeutet, wenn wir voller Liebe zum Herrn sind und Sein Wort in uns einprägen, werden wir die Wirklichkeit haben, Ihn mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft zu lieben. So werden die Menschen, die unser Gebet und unsere Verkündigung des Evangeliums hören, die Intensität unserer Liebe zum Herrn spüren.

Wer das Evangelium von jemandem hört, der verrückt nach dem Herrn ist, wird ebenfalls verrückt nach Ihm. Wenn wir gleichgültig sind und das Evangelium nur aus Pflichtgefühl predigen, wird die Reaktion der Zuhörer Gleichgültigkeit sein. Wenn wir wie Maria sind, den Herrn bis zum Maximum lieben, alles für Ihn geben und den Preis zahlen, Unwetter, Probleme und Schwierigkeiten aus Liebe zu Ihm zu ertragen, werden die Menschen auf der Straße dies wahrnehmen, und wir werden viele Menschen hervorbringen, die den Herrn wie verrückt lieben.

Die Atmosphäre der Gemeinschaft in Betanien war wunderbar, aber es gab jemanden dort, der nicht an dieser Atmosphäre teilnahm: „Es sagt aber Judas, der Iskariot, einer von seinen Jüngern, der ihn überliefern sollte: Warum ist dieses Salböl nicht für dreihundert Denare verkauft und der Erlös den Armen gegeben worden?“ (Joh. 12,4-5). In diesem Moment versuchte Judas, sich als geistlicher und selbstloser Mann zu zeigen. Er stellte Marias Handlung in Frage und behauptete, dass der Wert des Parfüms für die Armen aufbewahrt werden sollte: „Er sagte dies aber nicht, weil er für die Armen besorgt war, sondern weil er ein Dieb war und die Kasse hatte und beiseiteschaffte, was eingelegt wurde“ (V. 6). Einer der zwölf Jünger Jesu war ein Dieb, und die Geldkasse stand unter seiner Verantwortung. Er war ein Dieb, der die Schatzkasse verwaltete. Es ging ihm gar nicht um die Armen, aber er sagte es, weil er Jesus nicht im Geringsten schätzte und es für eine Verschwendung, eine Übertreibung hielt.

Wir haben in den Zeugnissen von Jugendlichen, jungen Erwachsenen und vielen anderen Geschwistern diese „Übertreibung“ an Liebe zum Herrn erlebt. Wir sehen, wie sie sowohl das Werk des Herrn als auch Seine Werkzeuge schätzen, oft auf andere Aufgaben verzichten, um bei den Geschwistern zu sein. Wenn wir Jesus nicht auf diese Art schätzen, werden wir dieses Verhalten als negativ und übertrieben ansehen. Unsere Jugendlichen sind heute auf die Verkündigung des Evangeliums, das Eintauchen und das Einprägen des Wortes in ihrem Herzen fokussiert. Sie erledigen ihre Aufgaben und sind gut in der Schule, Gott sei Dank, aber sie lieben zu jeder Zeit das Wort Gottes, wollen es hören und aufschreiben. In der Vergangenheit haben wir versucht, sie während der Versammlungen abzulenken und zu unterhalten, damit sie die Versammlungen nicht störten. Heute jedoch achten sie in den Versammlungen mehr auf das Wort als manche Erwachsene. Der Herr liebt dieses Herz! Seien wir nicht wie Judas Iskariot, der diese Haltung als Verschwendung betrachtete, sondern seien wir diejenigen, die den Herrn lieben.

Judas’ Sorge um die Armen war eine bloße Fassade der Geistlichkeit. Viele sogenannte „Männer Gottes“ nähern sich den Geschwistern, scheinbar um Hilfe anzubieten, aber in Wirklichkeit spekulieren sie über ihren geistlichen Zustand, um zu überprüfen, ob man wie sie denkt, ob man dieselben Eindrücke über die Praktiken und Werkzeuge hat.

Aber hier stellt sich eine Frage: Wer war Judas, bevor er einer der zwölf Jünger Jesu wurde? Niemand kannte ihn. Aber weil er ein Jünger des Herrn war, wurde er auf der ganzen Welt bekannt. Judas, in anderen Worten, nutzte die Berühmtheit Jesu aus, um einflussreich zu werden, denn vorher hätte ihm niemand einen Cent bezahlt. Aufgrund seines Ruhms suchte er die Hohen Priester auf und schlug ihnen vor, Jesus zu verraten, dessen Preis 30 Silbermünzen betrug. Leider nutzen viele heute den Dienst aus, um bekannt zu werden, und tun dann ein Werk des Verrats.

Darüber hinaus war Judas auch über Marias übertriebene Liebe verärgert, als sie Salböl über den Kopf des Herrn goss. Ähnliche Situationen erleben die jungen Erwachsenen und Jugendlichen heute. Indem sie ihre absolute Liebe und Freude am Herrn überschwänglich ausdrücken, fühlen sich viele andere gestört. Sie fragen: „Warum seid ihr so fröhlich? Warum springt ihr so viel in den Versammlungen?“ Gott sei Dank hatte der Herr jedoch noch elf andere Jünger. Lieber Leser, sei wie diese elf Jünger, die es nicht als Verschwendung ansahen, sich dem Herrn hinzugeben.


Schreibe den Satz auf, der dein Herz am meisten berührt hat.

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SAMSTAG

Bibellektüre:

Mt. 26,8; Joh. 6,64


Mit Gebet lesen:

„Da sprach Jesus: Lass sie! Möge sie es aufbewahrt haben für den Tag meines Begräbnisses! Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit” (Joh. 12,7-8).


JEDE GELEGENHEIT NUTZEN, UM DEN HERRN ZU LIEBEN


Maria, die mit Jesus in Betanien war, nutzte die Gelegenheit, um Ihn zu salben: „Da sprach Jesus: Lass sie! Möge sie es aufbewahrt haben für den Tag meines Begräbnisses! Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit“ (Joh. 12,7-8). In Wirklichkeit salbte Maria Jesus für Seinen Tod, der bevorstand, und dies war ihre letzte Gelegenheit, ihre große Liebe zu Ihm zu zeigen. Lasst uns jede Gelegenheit nutzen, unseren Herrn zu lieben, zerbrechen wir für Ihn unser Alabasterfläschchen und salben Ihn mit dem Kostbarsten, was wir haben. Wir wissen nicht, wie lange wir noch diese Gelegenheiten haben werden.

Bereits im 6. Kapitel des Johannesevangeliums warnte Jesus, dass einer der Jünger Ihn verraten würde: „Aber es sind einige unter euch, die nicht glauben. Denn Jesus wusste von Anfang an, welche es waren, die nicht glaubten, und wer es war, der ihn überliefern würde“ (Joh. 6,64). Er wusste, dass Er verraten werden würde. Weiter lesen wir: „Jesus antwortete ihnen: Habe ich nicht euch, die Zwölf, erwählt? Und von euch ist einer ein Teufel. Er sprach aber von Judas, dem Sohn des Simon Iskariot; denn dieser sollte ihn überliefern, einer von den Zwölfen“ (Joh. 6,70-71). Verrat ist das Schlimmste, was jemand einem anderen antun kann, und Judas war nur deshalb in der Lage, den Herrn zu verraten, weil der Teufel selbst in seinem Herzen war.

Gute Taten und die Sorge um den Nächsten als Vorwand zu nutzen, um die Äußerung der Liebe anderer zu unterdrücken, ist ein Zeichen dafür, dass man vorgibt, dem Herrn zu folgen, aber heimlich persönliche Interessen verfolgt. Ich selbst habe Fälle erlebt, in denen Menschen, die in der Gemeinde die Möglichkeit hatten, Botschaften zu verkünden, sich mehr um ihre eigene Leistung, die Wirkung ihrer Worte auf die Geschwister und deren Reaktion sorgten. In diesen Fällen konnte das Ergebnis nicht anders sein: Sie sind nicht in der Gemeinde geblieben. Diese Situation stellt die Menschen auf die Probe. Wenn jemand persönliche Interessen, Ehrgeiz, Popularität, Ruhm und sogar finanzielle Gewinne sucht, ist dies nicht der richtige Ort. Hier prüft uns der Herr, und nur wer reinen Herzens ist, bleibt, denn alles, was im Dunkeln getan wird, wird eines Tages ans Licht gebracht.

Im Matthäusevangelium sehen wir, dass auch andere Jünger, beeinflusst von Judas, sich über Marias Geste ärgerten und sie als übertrieben und verschwenderisch ansahen (Mt. 26,8). Der Umgang mit negativen Menschen hat einen verderbenden Einfluss. Wenn wir uns negativen Menschen annähern, werden wir ebenfalls negativ. Deshalb sollten wir uns mit positiven, gesunden Menschen umgeben, die in das Wort eintauchen und es in ihr Herz einprägen, sodass wir bei unseren Treffen nur Worte des Aufbaus hören.

Wenn Marias Haltung gegenüber Jesus eine Verschwendung war, dann möchte ich alles für den Herrn verschwenden! Er verdient alles, was wir haben, unser ganzes Leben, jedes Opfer unsererseits. Wir müssen dem Herrn unser Bestes geben. Maria nutzte die Gelegenheit, um Jesus vor Seinem Tod zu salben. Einige hielten ihre Geste für eine Verschwendung, aber sie wussten nicht, dass dies die letzte Gelegenheit war, Jesus vor Seinem Begräbnis, das Tage später stattfinden würde, zu salben. Wer ist bereit, sein Leben für Christus zu verschwenden? Wie groß ist die Ehre, unseren geliebten Herrn zu lieben und Ihm unser Leben hingeben zu dürfen!


Schreibe den Satz auf, der dein Herz am meisten berührt hat.

Markiere die Schlüsselpunkte dieses Satzes.

Bete entsprechend dem markierten Text.


 

SONNTAG

Bibellektüre:

Mt. 16,18; Joh. 8,44; 12,9


Mit Gebet lesen:

„Da nahm Maria ein Pfund Salböl von echter, sehr kostbarer Narde und salbte die Füße Jesu und trocknete seine Füße mit ihren Haaren. Das Haus aber wurde von dem Geruch des Salböls erfüllt” (Joh. 12,3).


DER GUTE DUFT DER HINGABE


Wenn wir den Herrn so intensiv lieben wie Maria, die ihr kostbares Nardenöl über Ihn ausgegossen hat, wird das Gemeindeleben zu einem duftenden und verzückenden Ort. Es gibt einen Duft, der aus unserer Liebe zu Ihm, unserer Hingabe, unserer Weihe und unserer Verschwendung entsteht. So sieht das wahre Gemeindeleben aus! Es ist glücklich, freudig und wohlriechend. Man sagt, dass Freude schön macht. Aus diesem Grund ist das Gemeindeleben voller schöner Menschen, weil alle glücklich sind und der süße Duft der Liebe Christi in der Luft liegt.

Als sie erfuhren, dass Jesus in Betanien war, folgte Ihm eine große Menschenmenge, die auch Lazarus sehen wollte, den der Herr auferweckt hatte (Joh. 12,9). Diese Menschen wollten mit eigenen Augen denjenigen sehen, der vier Tage im Grab gelegen hatte: „Die Hohen Priester aber ratschlagten, auch den Lazarus zu töten, weil viele von den Juden um seinetwillen hingingen und an Jesus glaubten“ (V. 10-11). Die führenden Juden wollten nicht nur Jesus töten, sondern auch Lazarus wegen seines Zeugnisses. Wie viele Menschen haben durch das Zeugnis dessen, was Gott in deinem Leben getan hat, an Christus geglaubt? Die Veränderung im Leben der Jugendlichen hat viele Menschen dazu gebracht, an Jesus zu glauben. Wir sind lebendige Zeugnisse dafür, dass der Herr uns von den Toten auferweckt hat.

Die Versammlungen der Gemeinde sind voll von denen, die tot waren, aber jetzt lebendig sind, weil sie auferweckt wurden. Was für eine Lebensveränderung! Wir waren für Gott unbrauchbar, aber jetzt sind wir lebendig und dienen Ihm. Unsere Jugendlichen, die vorher schüchtern und in ihrer eigenen Welt verschlossen waren, unsozial, haben ihr Leben durch den Herrn verändert. Sie, die keine Zukunft sahen, wurden durch das Wort auferweckt. Deshalb leben sie heute ein Leben absoluter Liebe zum Herrn und zu Seinem Wort, tauchen darin ein, schreiben es ab, und ihre Zeugnisse von Umwandlung und Auferstehung füllen die Gemeinde. Die Veränderung in ihrem Leben ist für alle, die sie umgeben, offensichtlich: Eltern, Verwandte, Mitschüler, Freunde.

Im 8. Kapitel des Johannesevangeliums sehen wir, dass der Teufel von Anfang an ein Mörder war (Joh. 8,44). Er stand hinter Kain, als dieser aus Neid und Hass seinen Bruder Abel tötete. Wenn der Teufel im Herzen eines Menschen wirkt – wie er es bei Judas, den Pharisäern und den Hohen Priestern tat –, wird dieser Mensch voller Hass und wird aggressiv. Deshalb ist unser Kampf nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Fürstentümer und Gewalten dieser Welt, die hinter dem ganzen Bestreben der Pharisäer standen, Jesus und Lazarus zu töten. Leider haben wir auch in diesen letzten Tagen solche Dinge erlebt: Lügen, Intrigen, Verleumdungen, üble Nachreden, Aggressionen und sogar Gewalt. Wir wissen jedoch, dass die Pforten des Hades, Gott sei Dank, nicht die aufgebaute Gemeinde überwältigen werden (Mt. 16,18).

Deshalb ist es so wichtig, unseren Fokus auf eine positive Agenda zu richten. Lasst uns für den Aufbau von Gottes Haus arbeiten, für Sein Reich kämpfen und weiterhin das Evangelium des Reiches predigen, bis der Herr zurückkommt!


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