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TÄGLICHE SPEISE - WOCHE 3 - JESUS KAM IN DIE WELT, DAMIT DIE NICHTSEHENDEN SEHEN

Reihe: Wort, Leben und Aufbau – Teil 2 


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MONTAG

Bibellektüre:

1. Mose 2,15-17; 3,1-6; Joh. 8,44. 58; 17,3


Mit Gebet lesen:

„Und Jesus sprach: Zum Gericht bin ich in diese Welt gekommen, damit die Nichtsehenden sehen und die Sehenden blind werden“ (Joh. 9,39).


Die zwei Bäume


Der Titel der Botschaft dieser Woche lautet „Jesus kam in die Welt, damit die Nichtsehenden sehen“. Kapitel acht des Johannesevangeliums zeigt die führenden Juden, wie sie planten, Jesus zu töten, weil sie neidisch auf Seine Beliebtheit waren und befürchteten, ihre Privilegien zu verlieren. In ihren verhärteten Herzen war kein Platz für das Wort Gottes. Obwohl sie darauf bestanden, Kinder Abrahams zu sein, offenbarte Jesus ihnen, dass sie Ihn lieben würden, wenn sie es wirklich wären, da Er vom Vater gesandt worden war, um Seinen Willen zu tun. Weil sie Ihn töten wollten, sagte Jesus, dass dies zeigte, dass sie Kinder des Teufels waren (Joh. 8,44). Die führenden Juden legten großen Wert auf moralische und ethische Standards, aber Jesus warnte sie davor, dass die Quelle des Verhaltens das Wichtigste ist. Unsere Quelle sollte der ICH BIN (V. 58), der Wahrhaftige (17,3) sein.

Im Garten Eden gab es den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Gott hoffte, dass der Mensch den Baum des Lebens wählen und von ihm essen würde (1. Mos. 2,15-17), denn so würde Er als Leben in den Menschen hineinkommen. Leider täuschte die Schlange Eva und beeinflusste sie dazu, die Frucht vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu wählen. Die Frau aß von der Frucht und gab auch Adam davon, der sie aß (3,1-6). Auf diese Weise waren beide gegenüber Gott ungehorsam.

Die Entscheidung von Adam und Eva hat bis heute Einfluss. Die meisten Menschen wollen das Gute tun und handeln nach dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Doch das ist eine Falle, denn im selben Baum gibt es auch die böse Seite. Sowohl das Gute als auch das Böse haben in diesem Baum den Teufel als Quelle. Satan täuschte Eva, indem er sagte, dass ihre Augen geöffnet werden würden, wenn sie von diesem Baum essen würde. In Wahrheit ist jeder, der mit dem Baum des Guten und Bösen verbunden ist, blind: man hat Augen, sieht aber nicht.

Die geistliche Blindheit wurde in Kapitel neun des Johannesevangeliums aufgedeckt: „Und als er vorüberging, sah er einen Menschen, blind von Geburt. Und seine Jünger fragten ihn und sagten: Rabbi, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren wurde? Jesus antwortete: Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern, sondern damit die Werke Gottes an ihm offenbart werden“ (V. 1-3). Ein Zeichen dafür, dass wir mit dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen verbunden sind, ist, dass wir nach Logik handeln, nach Richtig oder Falsch. Dieser Zustand ist so tief im Menschen verwurzelt, dass die Jünger Jesu Ihn fragten, wer gesündigt hatte, damit dieser Mann blind geboren wurde. Jesus sagte, dass niemand gesündigt hatte. Diese Situation gab Jesus die Möglichkeit, sie zu lehren, nicht nach dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu urteilen.

Geliebte, unsere Quelle ist der ICH BIN, der Wahrhaftige! Deshalb ist es notwendig, dass wir mit dem Baum des Lebens verbunden leben. Lassen wir uns nicht von einem hohen menschlichen Standard täuschen. Wählen wir das Leben!


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DIENSTAG

Bibellektüre:

Mk. 15,10; Joh. 1,10-11; 5,18; 6,29-32. 60


Mit Gebet lesen:

„[Ich] rate dir, von mir [Augensalbe] zu kaufen […], deine Augen zu salben, damit du siehst“ (Off. 3,18).


Glauben, um zu sehen


Jesus kam auf die Erde, um dem Menschen das ewige Leben zu bringen. Er war das Wort, und wer an Ihn glauben würde, würde ewiges Leben empfangen. Leider kannte die Welt Ihn nicht (Joh. 1,10-11), denn die Menschen waren mit dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen verbunden. Daher waren die Menschen, die nach Richtig und Falsch lebten, blind für die Wahrheit.

Kapitel sechs des Johannesevangeliums zeigt einige Gruppen von Menschen, die blind waren. Die erste Gruppe bestand aus den führenden Juden, die Jesus nicht annahmen und ihn nicht als den Messias anerkennen konnten. Im Gegenteil, geblendet von Religion, ihrer Position und Neid, versuchten sie, Ihn zu töten (Mk. 15,10; Joh. 5,18).

Die zweite Gruppe bestand aus denen, die den Christus erwarteten, der ihnen das physische Brot geben würde, so wie Mose den Israeliten in der Wüste das Manna, das Brot vom Himmel, gegeben hatte. Jesus kam aber nicht mit diesem Auftrag, weshalb sie Ihn auch verließen (Joh. 6,29-32). Die dritte Gruppe waren die Jünger, die die Zeichen sahen, an Jesus glaubten, aber Anstoß nahmen, als Er ihnen sagte: „Denn mein Fleisch ist wahre Speise, und mein Blut ist wahrer Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm“ (V. 55-56). Viele Jünger fanden diese Worte zu hart (V. 60). Vielleicht dachten sie: „Wie können wir das Fleisch Jesu essen und Sein Blut trinken? Hat Er gesagt, dass wir ewiges Leben haben werden, wenn wir das tun?“. Tatsächlich verstanden sie die Worte Jesu nicht und nahmen Anstoß daran.

Das Gleiche geschieht heute. Viele führten ein ruhiges und konventionelles Gemeindeleben, als plötzlich das Eintauchen ins Wort kam, und dann erschienen Jugendliche, die die Versammlungen „in Brand setzen“ und „Schlachtrufe“ (rufen oder ausrufen eines Satzes in unisono) machen. Früher lebte man in der Komfortzone der Religion, aber jetzt wird man dazu ermutigt, auf die Straßen zu gehen, um für die Menschen zu beten und ihnen christliche Bücher zu überlassen, die das Evangelium des Reiches verbreiten. Darüber hinaus entstand das PAC (Posto Avançado de Colportores – Fortgeschrittener Posten der Kolporteure), wo die Älteren von den Jüngeren beim Predigen des Evangeliums geleitet werden. Einige halten diese Rede für „zu hart“.

Diejenigen, die Jesus zu diesem Zeitpunkt verlassen haben, gingen weg, ohne eine Erklärung zu bekommen. Der Herr wartete darauf, dass sie Ihn verließen, um dann Seine Worte zu erklären. Jesus wollte ihr Herz prüfen. Lasst uns diejenigen sein, die bleiben, auch wenn wir nicht alles deutlich verstehen. Erinnern wir uns daran: glauben, um zu sehen, und nicht sehen, um zu glauben!


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MITTWOCH

Bibellektüre:

Joh. 6,60-67


Mit Gebet lesen:

„Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollten wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens“ (Joh. 6,68).


   Jesus hat die Worte ewigen Lebens


Während einige Jünger Jesus verließen, weil sie Seine Worte zu hart fanden, waren andere einfach und blieben bei Ihm, und der Herr erklärte ihnen die Bedeutung dieser Worte (Joh. 6,60. 66). Sein Fleisch zu essen und Sein Blut zu trinken bedeutete, das Wort zu essen: „Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts; die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben“ (V. 63). Wer dem Herrn nicht mehr folgte, verstand nichts, aber wer blieb, bekam Offenbarung. Trotzdem sagte Jesus, dass Ungläubige unter ihnen waren (V. 64). Diese Ungläubigen waren diejenigen, die nicht an das Wort Jesu glaubten. Heute gibt es genauso diejenigen, die nicht an das prophetische Wort glauben können. Und neben den Ungläubigen gab es auch einen Verräter unter ihnen. Daher sehen wir, dass der Vater dem Sohn eine ausgewählte Gruppe von Menschen anvertraut hat, damit Er sich um sie kümmert (V. 65). Möchtest du Teil dieser Gruppe sein? Dann sei einfach und gehorsam. Sei kein Ungläubiger oder Verräter. Es gibt nichts Besseres, als die Fürsorge des Herrn zu bekommen.

Nachdem viele Jünger Ihn verlassen hatten, wandte sich Jesus an die Zwölf, die geblieben waren, und fragte sie: „Wollt ihr etwa auch weggehen?“ (Joh. 6,67). Jesus bot ihnen die Chance, zu gehen. Er machte keine Zugeständnisse und bot ihnen auch keinen Gefallen an, damit sie blieben. Auch heute möchte der Herr, dass wir bleiben, weil wir an Sein Wort glauben. Wenn wir glauben, geben wir die gleiche Antwort wie der Apostel Petrus: „Herr, zu wem sollten wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens“ (V. 68). Zu wem sollen wir gehen? Wir haben keinen anderen Weg. Jesus ist der Einzige, der die Worte ewigen Lebens hat!

Wir haben schon gesehen, dass die führenden Juden blind vor Neid und dem Wunsch waren, ihre Position zu behalten, deshalb konnten sie Jesus nicht annehmen. Andere waren blind, weil sie nur das materielle Brot wollten, aber das war nicht der Auftrag Jesu. Die vielen Jünger, die wegen der Zeichen, die Er tat, an Jesus glaubten, verließen Ihn, als sie ein ungewöhnliches Wort hörten. Da sie es nicht mit ihrem natürlichen Verstand verstanden hatten, hörten sie auf, dem Herrn zu folgen. Nur die vierte Gruppe blieb, weil sie erkannte, dass Jesus die Worte ewigen Lebens hatte. Das war die einzige Gruppe, die sehen konnte, die nicht blind war.

Wie können wir diese Worte empfangen? Im Buch Hebräer lesen wir: „Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn, den er zum Erben aller Dinge eingesetzt hat, durch den er auch die Welten gemacht hat“ (Hebr. 1,1-2). Wie wir betont haben, sprach Gott im Alten Testament durch die Propheten zum Volk Israel. Das prophetische Wort ist das Wort Gottes, das durch Propheten gesprochen wird. Heute spricht Gott zur Gemeinde durch Seinen Sohn Jesus Christus. Und wie spricht Jesus Christus zu uns? Durch Seine Propheten. Wenn Gott im Alten Testament durch die Propheten jener Zeit mit dem Volk Israel sprach, spricht der Sohn jetzt in der Zeit des Neuen Testaments durch Seine Propheten das prophetische Wort.


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DONNERSTAG

Bibellektüre:

1. Mose 3,1. 5; Röm. 4,17; 2. Kor. 4,3-6


Mit Gebet lesen:

„Ich fürchte aber, dass, wie die Schlange Eva durch ihre List verführte, so vielleicht euer Sinn von der Einfalt und Lauterkeit Christus gegenüber abgewandt und verdorben wird“ (2. Kor. 11,3).


Blindheit ist das Ergebnis von Ungehorsam


Die Worte Jesu kamen vom Vater. Er hörte sie und gab den Menschen die Wahrheit weiter, aber weil einige von ihnen blind waren, konnten sie Ihn nicht als den ICH BIN erkennen. Jesus war nicht nur der selbstexistierende Gott, sondern auch die Existenz selbst. Er ist der Wahrhaftige, der Schöpfergott, der Dinge ins Dasein ruft, die nicht existieren (Röm. 4,17). Er heilte den Blindgeborenen und kann auch uns heilen.

Die Blindheit ist eine Folge davon, dass der Mensch an Gottes Wort zweifelt und vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen isst. Sie ist mit Ungehorsam und Rebellion verbunden. Gott befahl dem Menschen, nicht vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen, aber die Schlange brachte Eva dazu, an diesem Wort zu zweifeln (1. Mose 3,1. 5). Sie aß davon, gab ihrem Mann von der Frucht, und so übertraten beide Gottes Wort. Auf diese Weise kam die „Blindheit“ über die gesamte Menschheit. Als Adam und Eva Gott ungehorsam wurden und vom Baum aßen, den er verboten hatte, trennten sie sich vom Wahrhaftigen ab. Also verbanden sie sich mit dem Vater der Lüge. Von da an wurden die Menschen „blind“ im Verständnis (2. Kor 4,4).

Das ist eine Warnung für uns alle. Wir müssen auf bestimmte Menschen achten, die so tun, als würden sie sich um uns sorgen; aber ihre wahre Absicht ist, Zweifel über das Wort, das wir gehört haben, in unseren Verstand zu säen. Bleiben wir standhaft und fallen nicht in diese Falle. Die Strategie der Schlange, Eva dazu zu bringen, von der Frucht des Baumes der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen, war erfolgreich. Eva aß sie und gab Adam davon. Als beide aßen, wurden ihre Augen geöffnet. Das ist nichts Positives. Es bedeutet, dass sie vom Gift der Schlange verdorben wurden. Ebenso werden unsere Gedanken durch das Hören negativer Worte verdorben, und wir fangen an, das Wort zu hinterfragen und zu kritisieren. Wir werden zu Richtern über andere und verlieren die Freude. Das ist ein schreckliches Gefühl!

Im Jahr 1980 gab es eine Rebellion unter uns. Einige Jugendliche wurden verdorben, und ich versuchte, ihnen zu helfen. Obwohl meine Absicht gut war, hörte ich viele Beschwerden und negative Worte, und sie beeinflussten mich. Als ich Bruder Dong in den Versammlungen zuhörte, schien es, als ob sich meine Augen geöffnet hatten, und ich begann zu hinterfragen, was er sagte. Ich wurde kritisch und begann, ihn zu beurteilen. Alle um mich herum genossen, aber mein Gesicht senkte sich; ich hatte die Freude verloren. Das war der Moment, als ich merkte, dass der Tod in mich hineingekommen war. Ich flehte den Herrn um Barmherzigkeit an, damit Er mich aus dieser Situation herausholt.

Geliebte, es ist schwieriger, sich von Tod zu reinigen als von Sünde. Wenn du eine Sünde begehst und sie bekennst, vergibt dir der Herr sofort. Der Tod aber braucht Zeit, um vollständig beseitigt zu werden. Es dauerte eine Weile, bis ich mich gereinigt hatte. Als ich geheilt wurde und wieder fröhlich war, betete ich zum Herrn, dass Er mich nie wieder meine Einfachheit verlieren lassen soll. Verliere daher nicht diese Einfachheit und Reinheit. Nur wer vom Tod verunreinigt wurde, weiß, wie katastrophal er ist. Wir müssen wachsam über die gute Seite unserer Seele sein, die sich anstrengt, Gott zu gefallen und Ihm zu dienen. Satan ist listig und benutzt diesen Weg, um uns zu täuschen: Anstatt die schlechte Seite des Baumes der Erkenntnis zu benutzen, um uns zu beeinflussen, benutzt er unsere natürliche Güte und Liebe, die auch vom selben Baum kommen. Das ist die Quelle der menschlichen Blindheit. Wenn jemand den Köder des Guten schluckt, kommt auch die Wirkung des Bösen mit, und der Tod kommt hinein.

Zurück zur Lektüre von Kapitel neun des Johannesevangeliums. Nach menschlichem Denken müsste es einen logischen Grund dafür geben, dass dieser Mann blind geboren wurde, aber Jesus führte seine Jünger weg vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen und führte sie zum Baum des Lebens, indem Er ihnen sagte, dass niemand gesündigt hatte und dass die Blindheit dazu dienen sollte, in diesem Blinden die Werke Gottes zu offenbaren.

Mit Jesus gibt es kein Richtig und Falsch, es gibt nur eine Richtung: dem Geist zu folgen. Der Herr kam nicht, um moralische Regeln und gutes Verhalten zu lehren. Er stellte sich als Baum des Lebens vor. Die ganze Zeit, die Er auf der Erde lebte, war dafür bestimmt, die Werke dessen zu tun, der Ihn gesandt hatte. Da aber viele um Ihn herum „blind“ waren, ließ diese Blindheit nicht zu, dass sie Hilfe von Jesus annahmen.

Gott will heute Sein Werk tun. Dazu braucht Er die Worte, die aus dem Mund Seines Gesandten kommen. Diese Worte sind ewiges Leben für diejenigen, die glauben; sie heilen jede Blindheit und tun das Werk des Vaters. Wir müssen sie schätzen!


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FREITAG

Bibellektüre:

Jes. 55,8-11; Apg. 26,18


Mit Gebet lesen:

„Sagt ihr nicht: Es sind noch vier Monate, und die Ernte kommt? Siehe, ich sage euch: Hebt eure Augen auf und schaut die Felder an! Denn sie sind schon weiß zur Ernte“ (Joh. 4,35).


Vollstrecker des Werkes Gottes


  Beim Essen vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen begann der Mensch, nach seiner Logik zu leben, aber Jesus zeigte den Jüngern einen anderen Weg: dem Geist zu folgen.

Wenn wir nach unserem rationalen Verstand leben, beschränken wir uns darauf, nach Gut oder Böse, Richtig oder Falsch zu leben. Unabhängig davon, wie gut wir sind, werden wir uns immer auf der irdischen Ebene befinden. Doch die Gedanken und Wege Gottes sind viel höher. Er sagt uns: „Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR. Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken“ (Jes. 55,8-9). Lasst uns weder das Werk des Herrn mit unseren Gedanken und unserer Logik begrenzen, noch verurteilen, was Gott in der Gemeinde tut, noch die Werkzeuge in Frage stellen, die Er verwendet, um Sein Werk zu tun. Wer sind wir schon, um das zu tun? Lasst uns einfach sein und dem Wort folgen.

Jedes von Jesus gesprochene Wort hatte einen Zweck. Seine Worte waren nicht leer: „So wird mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es bewirkt, was mir gefällt, und führt aus, wozu ich es gesandt habe“ (Jes. 55,11). Heutzutage ist es nicht anders. Die Worte, die du gerade liest, sollen dir nicht bloße theologische oder doktrinäre Lehren weitergeben, sondern der Herr spricht sie, weil Er Seinen Willen ausführen will. Er verlässt sich auf dich, dass du zu einem Vollstrecker Seines Wortes wirst.

Ich bin nicht die Quelle der Worte, die ich predige. Wenn sie von mir wären, hätten sie keine Wirksamkeit, denn sie würden nicht bestätigt werden und sie würden nicht das Werk Gottes tun. Stattdessen kommen die Worte von Gott, und ich selbst muss ihr Vollstrecker sein.

Als ich mit einigen reifen jungen Leuten sprach, die für die Jugendlichen verantwortlich waren, betonte ich, dass der Herr sie in Seinem Werk gebrauchen will, und ermutigte sie, Erfahrungen in Gottes Werk zu machen, sei es in Afrika oder in einer anderen Region, um zu sehen, was Gott an diesen Orten tut. Deshalb müssen diejenigen, die sich um die Gemeinden kümmern, ihnen helfen, diese Erfahrungen zu machen. Denken wir daran, dass unsere Last ist, das Evangelium in der ganzen Welt zu predigen. Unsere Vision ist der Aufbau des Leibes Christi. Der Leib beschränkt sich nicht auf eine örtliche Gemeinde, sondern besteht aus allen Gemeinden.

Neben dem Dienen in der Gemeinde in meiner Stadt oder Region muss ich meine Sicht erweitern, um das Werk als Ganzes zu sehen. Wie Jesus zu den Jüngern sagte: „Hebt eure Augen auf und schaut die Felder an! Denn sie sind schon weiß zur Ernte“ (Joh. 4,35). Geschwister, Afrika ist bereit! Die Felder sind schon weiß. Lasst uns den Herrn bitten, dass Er Arbeiter in die Ernte sendet. Die zwölf Jünger haben dieses Gebet gemacht und wurden ausgesandt. Daher wird der Herr dich auch senden, wenn du betest. Möge in unserem Herzen der Wunsch brennen, an diesem Werk teilzunehmen.

Ich möchte euch über ein Wunder mitteilen. Für die Bedürfnisse des Werkes in Afrika mussten wir 1,5 Millionen Reais sammeln. Auf den Jugendkonferenzen „Geração Santa“ und „Geração Final“ haben wir etwa ein Drittel dieser Summe gesammelt. Dann, in den ersten Tagen der Internationalen Konferenz, haben wir den gewünschten Betrag sogar übertroffen. Gelobt sei der Herr! Das ist die Frucht unseres „verrückten“ Herzens für den Herrn. Wir tun weder ein Werk für uns selbst, noch kämpfen wir um Beliebtheit oder Ruhm. Wir sind nur Glieder des Leibes Christi und sehnen uns danach, die Gemeinde aufzubauen. Auf diese Weise werden wir den Willen des Vaters tun, und Christus wird auf der Erde regieren. Wegen der Reinheit unseres Herzens hat der Herr uns gesegnet. Niemand wird uns aufhalten! Wir glauben daran, dass der Herr unsere Ressourcen vermehren wird.

Lasst uns den Herrn bitten, dass er uns Sein Gefühl der Dringlichkeit für Sein Werk gibt. Folgen wir dem Geist, um das Licht des Lebens zu den Menschen zu bringen. Die Gemeinde wird ausgesandt, um die Augen der Menschen zu öffnen, und sie von der Finsternis zum Licht zu bekehren, und von der Macht Satans zu Gott, wie uns der Apostel Paulus in Apostelgeschichte 26,18 sagte: „Ihre Augen zu öffnen, dass sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Macht des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbe unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind“. Lasst uns also hinausgehen und das Licht der Welt zu den Menschen bringen, ihre Augen öffnen und sie von der Finsternis zum Licht, vom Reich der Finsternis zum Reich Gottes bekehren. Der Herr zählt auf dich!

Schreibe den Satz auf, der dein Herz am meisten berührt hat.

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SAMSTAG

Bibellektüre:

1. Mose 2,7; 2. Kön. 5,14; Mt. 4,4; Lk. 4,18-19; Joh. 1,14; 1. Joh. 1,1-3


Mit Gebet lesen:

„Der uns aber mit euch festigt in Christus und uns gesalbt hat, ist Gott“ (2. Kor. 1,21).


An das Wort des Gesandten Gottes glauben


Es gibt eine enge Beziehung zwischen der Weise, auf die Jesus den Blindgeborenen mit dem Wort Gottes heilte, und seiner Anwendung in unserem Leben: „Als er dies gesagt hatte, spie er auf die Erde und bereitete einen Teig aus dem Speichel und strich den Teig auf seine Augen; und er sprach zu ihm: Geh hin, wasche dich in dem Teich Siloah! – was übersetzt wird: Gesandter. Da ging er hin und wusch sich und kam sehend“ (Joh. 9,6-7). Der Mensch wurde aus dem Staub der Erde erschaffen (1. Mose 2,7). Daher repräsentiert die Erde die menschliche Natur, und der Speichel Jesu symbolisiert das Wort Gottes (Mt. 4,4). Der Teig, der auf die Augen des Blinden gestrichen wurde, repräsentiert das Wort, das den Menschen erreicht (Joh. 1,14). Auf diese Weise wurde der Blinde geheilt. Nach seiner Heilung sagte Jesus ihm, dass er zum Teich von Siloah gehen sollte, was „Gesandter“ bedeutet.

Das erinnert uns an die Geschichte von Naaman, dem aussätzigen syrischen Heerobersten. Ein junges israelitisches Mädchen arbeitete in seinem Haus und sagte seiner Frau, dass es in Israel einen Propheten gab, der ihn heilen könnte. Deshalb ging der mächtige Heeroberste nach Samaria, um geheilt zu werden, aber als er zum Propheten Elisa ging, kam dieser nicht einmal aus dem Haus, um ihn zu sehen, sondern empfahl Naaman nur, siebenmal im Jordan zu baden. Der syrische Heeroberste war empört und wollte weggehen, aber seine Diener überredeten ihn dazu, dem Propheten zu gehorchen. Er badete siebenmal im Fluss und wurde von seinem Aussatz geheilt (2. Kön. 5,14). Deshalb führt der Glaube an den Gesandten dazu, dass Dinge passieren.

Wenn wir das Wort Gottes mit Glauben empfangen, salbt uns der Geist, um hinauszugehen und das Evangelium zu predigen. So werden die Kranken geheilt, die Gefangenen befreit und die Blinden sehen (Lk. 4,18-19). Das geschieht, weil Gott uns, wenn wir das prophetische Wort hören, mit Seinem Gesandten vereint (2. Kor. 1,21).

Jesus Christus ist das Wort des Lebens und das ewige Leben selbst (1. Joh. 1,1-3). Das Wort, das vom Apostel Johannes, Gottes Gesandter, verkündet wurde, war das Wort des Lebens, Jesus Christus selbst. Dieses Wort wirkte in denen, die daran glaubten, und vereinte sie mit dem Gesandten. Daher vereint uns das prophetische Wort mit dem Apostel. Sich mit dem Gesandten zu verbinden bedeutet, sich mit dem Vater und Seinem Sohn Jesus Christus zu verbinden. Als Johannes den Menschen dieses Wort verkündete und sie es annahmen, hatten sie alle Gemeinschaft mit ihm. Das ist die Gemeinschaft des Lebens.

Das prophetische Wort fördert die Gemeinschaft des Lebens unter uns. Wenn wir in das Wort eintauchen, verbinden wir uns mit dem, der es verkündet. So werden wir mit dem Vater und Seinem Sohn Jesus Christus vereint. Als Glieder des Leibes Christi fließt dieses Wort unter uns wie das Blut in unserem Körper. Alle Zellen erhalten Nährstoffe und Sauerstoff, und der Körper bleibt gesund.

Nährstoffe in Verbindung mit Sauerstoff erzeugen Verbrennung. Damit unser Auto in Bewegung kommt, wird Benzin und Sauerstoff in die Verbrennungskammer eingespritzt. Der Kolben steigt und ein Funke wird durch die Zündkerze gezündet, was eine Explosion verursacht. Diese Explosion liefert Energie, um den Motor zum Laufen zu bringen und das Auto zu bewegen. Auf ähnliche Weise gelangt beim Essen die Nahrung in den Verdauungstrakt. Im Darm gelangen die Nährstoffe in den Blutkreislauf. Die Lunge nimmt Sauerstoff auf, der zu den Nährstoffen hinzugefügt wird, und so findet in jeder unserer Zellen eine Verbrennung statt. Auf diese Weise bekommen wir Energie zum Leben. Geistlich gesehen geschieht dasselbe. Als Glieder des Leibes Christi benötigen wir das Wort (Nährstoff), das sich mit dem Geist (Sauerstoff) verbindet, und so die Verbrennung geschehen lässt, die uns Energie liefert, um das Evangelium des Reiches zu predigen, die Gemeinde aufzubauen und den Herrn zurückzubringen. Deshalb lasst uns das Wort als Leben unter uns fließen!


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SONNTAG

Bibellektüre:

Joh. 9,13-38; 2. Kor. 3,5


Mit Gebet lesen:

„Er sprach zu ihnen: Kommt und seht“ (LUT; Joh. 1,39).


Komm und sieh!


Die Heilung des Blinden löste Kontroversen unter den Pharisäern aus, die behaupteten, dass Jesus kein Mann Gottes sein konnte, weil Er jemanden am Sabbat geheilt hatte (Joh. 9,13-16). Erstaunt befragten sie den Mann, der blind gewesen war, da sie eine Erklärung für seine Heilung wollten. Der Mann war seit seiner Geburt blind gewesen, seine Augen hatten nie funktioniert, und es gab keine menschliche Erklärung für dieses Wunder. Doch ein Wort des ICH BIN hat gereicht, und der Blinde konnte wieder sehen! Wenn wir auf die Straßen gehen und für die Menschen beten, müssen wir nicht unsere Weisheit oder geistliches Wissen benutzen. Es reicht, das prophetische Wort zu beten, und Wunder geschehen. Die Menschen werden vom Wort berührt, von den Wunden der Finsternis geheilt und bekommen Licht. Das ist die Macht des Wortes Gottes.

Der Unglaube der Pharisäer war so groß, dass sie bezweifelten, dass dieser Mann blind gewesen war, und seine Eltern riefen, um das zu bestätigen (Joh. 9,18-25). Heute ist es nicht anders. Satan greift uns ständig an, aber wir müssen uns an die Fakten halten: Wie viele Menschen wurden in den letzten Jahren geheilt, als sie vom prophetischen Wort erreicht wurden? Wie viele Jugendliche haben ihr Leben radikal geändert? Es gibt zahlreiche Zeugnisse von Heilung und Befreiung. Anstatt also mit den Menschen zu streiten, die nicht an die Kraft dieses Wortes glauben, sollten wir das Prinzip übernehmen, das Jesus uns lehrte: „Kommt und seht!“ (LUT; Joh. 1,39. 46). Die Jugendlichen zum Beispiel haben dieses Prinzip gelernt. Sie haben nicht viel biblisches Wissen, und wenn sie gefragt werden, wer sie sind und zu welcher Gemeinde sie gehören, sagen sie einfach: „Kommt und seht!“. Die Älteren sind komplizierter und wenn solche Fragen auftauchen, wollen sie eine lange biblische Erklärung geben. Aber die Jugendlichen schaffen es mit ihrer Einfachheit, viele Menschen zur Gemeinde zu bringen.

Die führenden Juden vertrieben den ehemals Blinden, aber Jesus suchte ihn und fand ihn. Er wurde errettet, weil er an Jesus glaubte (Joh. 9,34-38). In Vers 39 lesen wir: „Und Jesus sprach: Zum Gericht bin ich in diese Welt gekommen, damit die Nichtsehenden sehen und die Sehenden blind werden“. Das Gericht ist dafür da, dass die Nichtsehenden sehen und die Sehenden blind werden. Wer seine Blindheit erkennt und geheilt werden will, wird sehen, aber wer glaubt zu sehen, ist tatsächlich blind.

Jesus kam, um ein Gericht aufzustellen, und wo immer er mit Seinem Wort hinging, wurde alles festgelegt. Es gab keine Möglichkeit, neutral zu bleiben. Damals gab es keine Möglichkeit zu sagen: „Jesus, ich bin bei dir, aber auch bei den Ungläubigen.“ Mit Jesus gab es keine dritte Option. Er kam als Wasserscheider, um Ordnung zu bringen. Heute müssen wir dem Herrn erlauben, uns auf die Seite der Ordnung zu stellen, damit wir nicht auf der Seite der Unordnung bleiben.

Geliebte, lasst uns nicht neutral bleiben. Wir sind diejenigen, die blind waren, aber jetzt sehen wir. Lasst uns nicht arrogant sein und denken, dass wir gute Botschaften geben können und fähig sind, Gottes Werk zu tun. Wir sind Blinde und Gelähmte. In uns selbst liegt keine Tüchtigkeit, aber wir glauben an die Macht des Wortes (2. Kor. 3,5), und es vollbringt Gottes Werk. Wenn wir für den Herrn Position einnehmen, geht Sein Werk voran.


Schreibe den Satz auf, der dein Herz am meisten berührt hat.

Markiere die Schlüsselpunkte dieses Satzes.

Bete entsprechend dem markierten Text.

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